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Muttergefühle und Mutterliebe

Kann man die Liebe einer Mutter und deren Muttergefühle überhaupt beschreiben? Ich versuche es, doch beginne gleich an zu grübeln um die richtigen und perfekten Wörter dafür zu finden. Den bei diesen Gefühlen kann man nicht einfach von „stark“ oder „gross“ sprechen, nein diese Liebe ist etwas vom schönsten. 

Muttergefühle

Muttergefühle entstehen nicht immer einfach so. Sobald eine Frau ein Kind bekommt oder sogar während der Schwangerschaft erwartet man, dass dieses starke Gefühl und die innige Bindung bereits bestehen sollte. Doch viele Mütter sind währen, sowie nach einer Schwangerschaft in einer hormonellen Gefühlsachterbahn. Sie sind so durcheinander, dass die Liebe zum eigenen Kind zwar besteht, man in dem

Moment jedoch glaubt, genau diese Liebe und Gefühle seien zu wenig.

 

Ich bin einer dieser Mamis, welche die Muttergefühle- und Liebe erst richtig spürte, als ich meine Kinder das erste Mal in den Armen hielt. Unsere Kinder waren beide absolute Wunschkinder und während beiden Schwangerschaften war ich überglücklich. Ich hatte zwei wunderschöne und komplikationslose Schwangerschaften (abgesehen von der ständigen Übelkeit und dem Erbrechen bis in den 7 Monat).

Trotzdem konnte ich diese Bindung erst aufbauen als meine beiden Kinder auf der Welt waren. Klar spürte ich meine Kinder während den fast 40 Wochen und wusste das in mir drin diese kleinen Geschöpfe wuchsen. Doch irgendwie waren mir die Schwangerschaften und der Gedanke, dass sich in mir etwas entwickelt so unreal. Für mich war es einerseits ein absolutes Wunder und doch auch beängstigend.


Da ich eine Person bin, die immer alles perfekt organisiert und unter Kontrolle haben muss, waren diese Erlebnisse sehr ungewohnt und ich musste mich ihnen einfach hingeben. Denn in einer Schwangerschaft weiss man nie was kommt. Es kann sich ständig und plötzlich etwas verändern.

 

Aber warum war das genau so? Warum spürte ich diese Verbindung noch nicht, während meiner Schwangerschaften?

 

Wie viele Frauen da draussen, hatte auch ich einige Schicksalsschläge was das Thema Schwangerschaft und Kinderkriegen anbelangte. Vielleicht werde ich irgendwann einen Blogpost darüber schreiben.

 

Ich bin somit der Meinung, dass wenn die Liebe nicht gleich von Anfang an vorhanden ist, sich diese entwickeln kann. Man kann Muttergefühle lernen. 

Die etwas andere Liebe

Kleine Kinder brauchen nicht nur überdurchschnittliche Pflege, um zu überleben, sie brauchen auch ständige Zuwendung. Dazu gehören vor allem Berührungen und Nähe, sowie auch emotionale und intellektuelle Anreize von ihrer Bezugsperson. Ich denke ein Mami ist daher durch die Mutterliebe im Stande Dinge zu tun, welche sie üblicherweise für andere Menschen nicht tun würde.

 

Mütter müssen die Gefühle und Körpersprache erkennen um gut auf sie reagieren zu können. Man muss alles im Griff, einen Überblick und die Kontrolle über das Kind haben, um festzustellen was als nächstes kommt oder gebraucht wird. Die Mutterliebe sorgt dafür, dass man sich auch bei Schlafentzug und Stress um das Kind kümmert und es beschützt. Ja das ist tatsächlich so, denn ich bin das beste Beispiel dafür.

Früher musste ich mindestens 8 Stunden Schlaf haben damit ich am nächsten Tag nicht ein „Motzi“ war. Heute komme ich mit halb so viel aus und das auch noch geteilt.

 

Die Mutterliebe hilft einem alles zu schaffen und sich trotzdem dabei noch gut zu fühlen.


Klar ein grosser Teil wird durch die Hormone gesteuert, welche schon währen der Schwangerschaft entstehen. Zudem wird durch die Geburt und das Stillen eine weitere starke Verbindung und eben auch Liebe produziert. Trotzdem sind es nicht nur die Hormone, welche solche Gefühle auslösen. Denn auch ein Vater kann eine enge Beziehung zum Kind aufbauen oder einem adoptierten Kind gegenüber, kann man genau so liebevoll sein.

Aber die Liebe einer Mutter, ist wahrlich eines der stärksten Instinkte, welche es gibt. 


Glücksgefühl

Das Glücksgefühl das man erhält wenn man durch seine Fürsorge ein „Lächeln“, eine „Umarmung“, ein „Ich liebe Dich“ oder das Kind eine Entwicklung macht, ist DIE Belohnung. Diese Belohnungen lösen meiner Meinung nach einen grossen Teil der Mutterliebe aus.

 

Die Liebe, die ich für meine Kinder spüre ist so besonders, fast unbeschreiblich und bedingungslos. Ich würde alles für sie machen. Für mich ist es die innigste soziale Bindung die es gibt. Es ist eine so unglaublich starke Gefühlsbindung, dass es für mich nichts Schöneres und Erfüllendes gibt.

 

Ich bin gemacht zum Mamisein und ich habe damit meine Bestimmung gefunden. 


Kommentare: 5
  • #5

    Jasmin (Mittwoch, 10 April 2019 12:35)

    Sehr schwer zu beschreiben aber du hast es super hingebracht.

  • #4

    Larissa (Montag, 18 März 2019 12:41)

    En mega schöne Blogpost! Meh gspürt richtig dLiebi zu dine Chind

  • #3

    Sharon (Sonntag, 17 März 2019 21:02)

    Sehr schön geschrieben! Mir ging es genau so während der ersten SS! Ich habe erst richtig realisiert dass ich ein Baby habe als ich Zuhause war. Und dann ist alles eingestürtzt. Die Decke fiel mir auf den Kopf. Ich habe 4 Wochen am Stück geheult und dann wurde es von Tag zu Tag besser. Obwohl ich vor Geburt alles vorbereitet habe.
    Beim zweiten war alles ok, weil ich wusste wie es ablaufen wird. Ich hatte dann eine Zeitlang ein schlechtes Gewissen dass mein grosser zu kurz kommt. Und dieser war dazu noch sehr eifersüchtig.

  • #2

    Sandra (Sonntag, 17 März 2019 16:31)

    Wow so ein schöner Babybauch und das bei beiden SS. Die Muttergefühle- und Liebe ist wirklich schwer zu beschreiben. Aber toll geschrieben!

  • #1

    Melissa (Sonntag, 17 März 2019 16:24)

    Ein wundervoller Text. Die Liebe zum eigenen Kind kann ich nicht in Worte fassen❤️❤️