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Erstes Kind vs. Zweites Kind

To beginn with...

Als erstes möchte ich hier festhalten, dass ich beide meiner Kinder abgöttisch liebe und sie meine absoluten Wunder sind. Doch bei jeder neuen Erfahrung, Veränderung und vor allem ab dem zweiten Kind entwickelte ich mich stehts weiter und dazu gehörten auch diverse neue Gefühle. 


The First

Ella war und ist mein erstes Kind, mein Schatz, mein Traum, meine kleine Prinzessin.

Schon immer hatte ich mir ein Mädchen gewünscht. Warum eigentlich?

Ich hatte früher eine extrem starke Bindung zu meiner eigenen Mutter. Wir waren wie Seelenverwandte, sie war nicht nur meine Mutter, sondern auch meine beste Freundin. Genau dies hatte ich mir auch mit meiner Tochter gewünscht.

 

Ella ist jedoch seit der Geburt an eher ein Papimädchen. Als Erstes war ich ein wenig betupft und konnte mich nicht so recht damit abfinden. Doch nach einer gewissen Zeit spürte ich, dass ihre Liebe zu mir deswegen nicht weniger stark ist, sondern das Papi in der Anfangszeit und in gewissen Lebensabschnitten einfach wichtiger ist. 

Vielleicht war es auch der starke Baby Blues, welches diese Entwicklung zufolge hatte. Doch im Endeffekt ist es jetzt wo Logan auch bei uns ist, ideal.

 

Denn ich weiss jetzt schon, dass ich sicherlich wieder mehr „In“ sein werde, sobald sie ins Teeniealter kommt und das Thema Jungs beginnt. Papi kriegt nämlich jetzt bereits eine Krise, wenn er darüber nachdenkt. Er meinte schon, es kommen dann Gitterstäbe vor das Fenster (Kopfschüttel und Lach). 


The Second First

So unerwartet wie Logan in unser Leben kam, so unerwartet waren meine Gefühle für ihn. Da wir ja bereits ein Mädchen hatten, war mir das zweite Geschlecht absolut unwichtig. Klar ich bin ehrlich, ein zweites Mädchen wäre schön gewesen aber nur um alle Kleider nochmals verwenden zu können. Zudem dachte ich zuerst es gäbe nochmals ein Mädchen, da beide Schwangerschaften sehr ähnlich verliefen.

 

Auf jeden Fall war Logan ein absolutes Wunschkind, doch eigentlich wollte ich noch ein paar Jahre warten damit ich Ella voll und ganz geniessen konnte. Ich bin und war jedoch schon immer das beste Beispiel für Ausnahmen oder Sonderfälle. Denn wirklich nur einmal nicht verhüten und tada schwanger. Ich habe sogar meinen Zyklus mit einem Tracker ganz genau geführt, mein Körpergefühl beobachtet, war nicht am ovulieren und meine Periode stand kurz bevor. Ja genau und trotzdem ging es so schnell.

 

Im ersten Moment überrascht und dann einfach nur überglücklich.

 

Dann kam das Unerwartete und zwar als Logan auf die Welt kam, verspürte ich etwas unglaublich starkes und das heutige Ergebnis ist ein ober „Mamititti“. 


Erstes Kind vs. Zweite Kind

Ich gebe es klar zu, bei Ella war ich extrem gestresst. Ich wusste nicht was auf mich zukommt und war ehrlich gesagt ein wenig überfordert mit der Situation. Auch wenn ich alles perfekt geplant und organisiert hatte, es kam nicht so wie ich es wollte. Dadurch machte ich mir selber einen Stress und löste höchstwahrscheinlich

meinen ersten Baby Blues aus.

 

Was ich im Nachhinein weiss, dass ich das Bonding zu Logan viel stärker empfand und genoss. Nicht weil ich ihn mehr liebte, nein ich liebe meine Kinder beide genau gleich stark. Doch da ich die ganze Situation bereits einmal erlebt hatte, konnte ich mich beim zweiten Kind auf andere Dinge resp. auf das wichtige

konzentrieren und zwar die Liebe und Bindung im Allgemeinen.

 

Diese starke Liebe entstand bereits beim Bonding kurz nach der Geburt. Das Bonding mit Ella dauerte keine 2 Stunden und mit Logan hatte ich über 10 Stunden zu Zweit. Die Nähe, unsere nackten Körper aneinander und die Geborgenheit welche ich ihm so geben konnte intensivierte sich extrem. Zudem war ich schnell nach der Geburt wieder alleine, da Papi sich um Ella kümmerte.

 

Ich habe das Gefühl, man macht sich beim zweiten Kind einfach weniger Gedanken ob man alles korrekt macht oder wie es wohl wird. Die meisten Sachen weiss man bereits und dadurch kann man meiner Meinung nach mehr Gefühle zulassen und sich auch auf diese konzentrieren.

 

Die Liebe, welche man für jedes einzelne seiner Kinder verspührt ist deshalb genau so stark aber trotzdem anders. Ich empfinde es so, dass ich meine beiden Wunder genau gleich stark liebe aber jeden auf seine Art und das ist auch gut so, denn das macht sie wieder individuell und einzigartig. 


Kommentare: 2
  • #2

    Anonym (Montag, 15 Juli 2019 00:03)

    Bei mir ist es sehr ähnlich, wenn nicht noch extremer. Mein erstes Kind ist auch ein Mädchen und das zweite ein Junge. Die Verbindung zu meinem Sohn ist ganz extrem, was bei meiner Tochter nicht so stark ausgeprägt ist. Trotzdem liebe ich beide unglaublich!!!

  • #1

    Tanja (Sonntag, 14 Juli 2019 22:38)

    Schön geschrieben. Ich denke auch es gibt Unterschiede. Man liebt all seine Kinder gleich fest aber ander und du hast es super beschrieben!