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Marvel the Pug

Vor bald 10 Jahren begann die Reise um einen eigenen Hund zu haben. Damals waren Fabian und ich noch zu Zweit. Kurz nachdem ich von zu Hause ausgezogen war, wussten wir beide, dass ein Haustier fehlte. Da wir beide völlig verschiedene Arbeitszeiten hatten und viel an einander vorbei liefen, war immer einer mehrheitlich alleine. Ich wollte im ersten Moment eine Katze, da man unabhängig sein konnte. Doch der Herr im Haus mochte und mag auch heute Katzen nicht besonders. Also entschieden wir uns für einen Hund. 

Die Suche nach der passenden Rasse

Wir recherchierten und suchten mindestens ein halbes Jahr nach passenden Rassen. Am Ende hatten wir den Beagle, Bulldogge, Mops und Goldenretriever, welche in Frage kämen. Wir besuchten Züchter und unterhielten uns ausführlich mit Freunden und Bekannten. Dabei stellte sich rasch heraus, dass ich eher zu einem Mittel- oder sogar Kleinhund tendierte.

 

Nach einer super Beratung bei einem Beagle Züchter wurde uns mitgeteilt, dass diese bei einem sehr ausgeprägten Jagdinstinkt äusserst anstrengend sein können, vor allem als Erst-Hund. Somit landeten wir in dem Moment wieder am Anfang, also bei keiner Ahnung welche Rasse.

 

Kurz darauf, sagte eine Arbeitskollegin von mir: „Hey kennst Du die Rasse: Puggle?“.

Ich hatte natürlich keinen Schimmer um welche Rasse es sich handelte aber suchte gleich mal im Google nach Fotos. Siehe da es machte POW!

 

Einige Tage später fanden wir eine Züchterin und nach dem ersten Besuch dauerte es keine 2 Wochen und wir hatten unseren geliebten Hund namens Bolt. Bolt war ein Pug-Puggle (Mops x Mops/Beagle). Er war somit mehr Mopsig als die normalen Puggles, was uns aber sehr gefiel. Denn diese Rumpeln und Glubschaugen hatten es uns einfach angetan. Bolt war so zu sagen unser erstes Baby. Leider verstarb er mit knapp 8 Jahren an einer nicht heilbaren genetischen Krankheit.

Kein Tag geht vorbei wo ich nicht an ihn denke – RIP BOLT you will alway be our first true superdog!


Jetzt geht's ab

Als Bolt verstarb war Ella knapp 1 Jahr alt und ich war bereits schwanger mit Logan. Auch wenn sich Ella sehr komisch entwickelte und eher negative Charaktereigenschaften an sich nahm, wollte ich eigentlich nicht bereits einen neuen Hund. Denn ein Baby und ein Welpe gleichzeitig inkl. einem Kleinkind – na wenn das mal gut geht…

 

Lange Rede kurzer Sinn, wie es kommen musste nahmen wir trotzdem Kontakt mit einer Retro-Mops Züchterin auf, um diese einfach mal persönlich kennen zu lernen und uns auf die Warteliste zu setzten. Denn im Normalfall kann dies sehr lange dauern mit diesen Wartelisten. 

 

Ach ja, warum kein Puggle mehr? Da die ehemalige Pugglezüchterin aufgehört hatte und die nächste im Ausland gewesen wäre.


Die Entscheidung

Wir besuchten also die Familie, welche auch gleich Welpen hatte. Ich dachte mir nichts dabei uns wollte sie nur kennen lernen. Zudem waren 3 der 5 Welpen bereits vergeben.

 

Es war spät am Abend und bereits dunkel als wir die Familie besuchten. Als wir ankamen rannte uns ein riesen Retro-Mops Rudel entgegen. Ich wusste gleich, diese Hunde passen einfach zu uns.

 

Schnell kamen wir ins Gespräch und setzten uns zum Rudel und den 6 Wochen alten Welpen. Nach etwa 2 Stunden, schaute ich meinen Mann an und wollte mich langsam auf den Weg machen. Daraufhin fragte er die Züchterin einfach direkt, wie es mit der Warteliste etc. aussähe. Der Familienvater meinte gleich, der hat es euch angetan, nicht? Und genau die ganze Zeit über hatte es 1 kleiner schwarzer ,Fellknäuel, welcher auf meiner Hand schlief.

 

Ich sagte, mir ist es völlig egal welche Farbe, Geschlecht der zukünftige Hund hat, für mich ist es wichtig, dass der Hund die Familie also uns oder seinen Besitzer aussucht. Kurz darauf meinte das Züchterpaar, der Kleine der bei dir schläft ist noch frei und hat Euch wohl gefunden. BOOOOOOOOM…

 

Alles passte perfekt und nach 2 Nächte zum überdenken, sagten wir zu. So kam es das wir unseren Hund 4 Wochen später also nach Neujahr abholen konnten. Genau gesagt einen Tag nach meinem Geburtstag. 


Der Name

Das war ganz schwierig und doch einfach. Marvel kam aus einem M-Wurf. Somit musste ein Namen mit M auf der Ahnentafel stehen. Im Impfbüchlein und auf der Hundedatenbank könnten wir ihn jedoch problemlos anders benennen.

 

Da unser erster Hund bereits nach einem Disneycharakter benannt wurde, wollten wir dies auch beim zweiten Hund. Doch alle Namen mit M gefielen uns einfach nicht. Mowgli, Marlin, Maui, Maximus, Mickey, Mike, Milo, Mufasa, Mushu… Ach einfach nichts gefiel oder passte uns auf Anhieb.

 

Dann eines Tages währen der Autofahrt sagte ich, dann schauen wir halt bei den Marvel Superhelden statt Disney Charaktere. Mein Mann merkte es gar nicht und ich sagte nur OMG – MARVEL!  


Welcome Home

Die Wochen später kam also der grosse Tag. Ich war da übrigens im 8 Monat schwanger. Wir holten unser neues Familienmitglied und ihr glaubt es nicht, alles war perfekt. Auch Ella hatte per sofort ihre komischen Allüren wieder

abgelegt und war wie verändert resp. wie zuvor (keine Angst mehr vor dem Staubsauger, der Türklingel oder dem Telefon…).

 

Auch wenn es zu Beginn sehr streng war und auch nach der Geburt von Logan alles ein bisschen drunter und drüber lief, war es dennoch die beste Entscheidung Marvel zu uns zu nehmen.

 

Zu sehen wie die Kinder und Marvel zusammen aufwachsen und sich gegenseitig stärken, unterstützen und spielen ist einfach goldig.  

 

Sie geben einander unglaublich viel. Marvel gibt uns allen so viel und erwartet nichts zurück. Er liebt uns bedingungslos und für immer. Er ist unser kleiner Superdog – na eben Marvel the Pug.


Kommentare: 1
  • #1

    Tanja (Dienstag, 17 September 2019 16:48)

    Jösses sieht der süss aus! Mal nicht so flach gedrückt :)