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Menstruationstasse

Dank zwei wunderbar innovativen und professionellen Firmen erhielt ich die Möglichkeit 2 Cup-Marken zu testen.

Und zwar die Merula und die MeLuna. Für welche ich mich schlussendlich entschieden habe, könnt ihr am Ende des Blogbeitrages lesen.

 

Als erstes möchte ich Euch sagen, dass beide Firmen sehr kompetent und äussert professionell arbeiten. Einen persönlichen Austausch ist und war für Beide überaus wichtig, was ich übrigens super finde. Ich hatte also bei Beiden Firmen jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mich auszutauschen. 


Was ist die Menstruationstasse

Die Menstruationstasse-, Glocke oder Becher genannt, ist ein kleiner Behälter, meist aus medizinischem Silikon. Sie wird während der Periode in die Scheide eingeführt, umhüllt so die Portio um die Monatsblutung aufzufangen. Danach wird diese gereinigt und wiederverwendet. 


Vorteile

  • Kostengünstiger
  • Weniger Abfall
  • Schleimhäute werden nicht ausgetrocknet
  • Längerer Schutz (bis 12h)
  • Grösseres Fassungsvermögen
  • Medizinischem Silikon, somit verträglich
  • Unangenehmer Geruch bleibt aus

Nachteile

  • Man sollte kein Ekel vor der eigenen Periode haben
  • Geduld benötigt
  • Viel Üben
  • Die Tasse muss gepflegt werden

Einführen und Entfernen

Ui ui ui…ich gebe es zu, ich habe mir die Umstellung viel einfacher vorgestellt.

 

Als Erstes wird die Tasse beliebig zusammen gefaltet. Da hat man unzählige Möglichkeiten von Punchdown (Muschel), C-Faltung (Herz), S-Faltung (Kobra) etc. Ich bin am Ende am besten mit der Punchdown-Falttechnik klargekommen (Foto in der Mitte).

 

Da sass ich also auf der Toilette und dachte mir, so jetzt machen wir das Mal schnell. Sehr rasch bemerkte ich, dass hier viel Entspannung nötig ist, um die Tasse an den gewünschten Ort zu bekommen. Am einfachsten gelang es mir, meine Schamlippen leicht auf die Seite zu ziehen und die Tasse danach langsam einzuführen und hochzuschieben.

Mir viel auf, dass die Tasse sich aber nicht entfaltete. Denn ich hörte auch nie das „angebliche“ Aufploppen (Aufgehen der Tasse). Durch die Bewegung meines Beckenbodens und der Scheidenmuskulatur, dauerte das Entfalten jedoch nicht lange.

 

Am meisten Mühe hatte ich den richtigen Ort zu finden. Denn die Tasse muss die Portio voll umhüllen. Dies merkt man am besten, wenn man nach dem Einsetzen mit dem Finger um die Tasse herum kreist und diese sich leicht hin und her schieben lässt, als wäre sie auf einem Kugelgelenk. Wenn das der Fall ist, dann sitzt sie am richtigen Ort.

 

Beim Entfernen sollte man sich wieder vollkommen entspannen und leicht nach unten pressen, damit sich die Tasse von Oben nach Unten bewegt. Dadurch kann man sie viel leichter mit dem Zeigefinger am oberen Rand eindrücken und so das Vakuum lösen. Was übrigens äusserst wichtig ist, denn die Tasse sollte nie einfach so herausgezogen werden. Man merkt rasch, dass es sonst sehr schmerzhaft werden kann. Danach einfach mit Zeigefinger und Daumen sanft am Stiel rausnehmen.

 

Zusätzliche Tipps:

  • Tasse mit Wasser oder wasserbasiertem Gleitgel einführen.
  • Tasse vor dem Einführen eiskalt abwaschen, damit sie ein wenig härter wird. 

Merula

MeLuna


Entleerung

Nachdem ich die Tasse also nach dem 20 Mal endlich korrekt getragen und wieder entfernt hatte, kam ich zum Entleeren. Ich hab den Inhalt einfach in die Toilette gekippt und die Tasse mit kaltem und klarem Wasser gereinigt. Nun war sie wieder einsatzbereit.

 

An den starken Tagen (Tag 1-2) muss ich meine Tasse ungefähr alle 6 Stunden entleeren. Die restlichen Tage, kann ich sie problemlos 12 Stunden tragen. Für mich ist dies vor allem ideal in der Nacht, denn da musste ich zuvor immer aufstehen um nach ca. 3 Stunden meine Binden oder Tampons zu wechseln, da diese nie länger hielten. 

Reinigung

Vor dem ersten Gebraucht muss die Tasse immer ausgekocht werden! Wenn man zu Hause ist, kann man sie mühelos mit einer desinfizierenden Seife reinigen. Für unterwegs sind entweder Feuchttücher ideal oder es reicht auch nur WC-Papier. Sobald meine Periode fertig ist, koche ich die Tasse mindestens 5 Minuten mit einem Schuss Essig aus und verstaue sie in dem mitgelieferten Stoffbeutel. 

Tragegefühl

Zu Beginn empfand ich die Tasse als extrem unangenehm, bis ich bemerkte, dass ich sie nicht korrekt platziert hatte. So spürt man diesbezüglich sehr schnell, wenn sie nicht am richtigen Ort sitzt. Wenn korrekt eingesetzt, spürt man sie praktisch gar nicht. Weder beim Schlafen, bei Altagsbewegungen oder sogar beim Sport. Ich empfinde sie sogar als angenehm, da sie meine monatlichen Beschwerden minimiert. Durch die Bewegungen und Reibungen erzeugt es eine Art Massage, welche die Scheidenmuskulatur entsprechend entspannt. 


Fazit

Ich bin froh habe ich zur Menstruationstasse gewechselt, auch wenn ich mich am Anfang noch ein wenig dagegen sträubte. Es ist eine Umstellung, welche Zeit, Geduld und Übung braucht, schliesslich hat man ja nicht jede Woche die Monatsblutung zum üben (Gott sei Dank!). Daher muss man sich wirklich Zeit lassen.

Denn auch nach Monaten habe ich Zyklen, da will es einfach überhaupt nicht mit der Tasse und da habe ich dann im Notfall Backup-Binden.

 

Wichtig ist eine gute und professionelle Beratung, welche man praktisch bei allen Anbietern erhält.

Weil die genaue Marke, Grösse und Härte könnte ausschlaggebend sein für eine perfekte Passform.


Vom Design und vor allem der Verpackung her, hätte ich klar die Merula ausgesucht. Im Endeffekt habe ich mich persönlich für die MeLuna entschieden, da mir und meinem Körper die Form gleich zusagte und passte. Zudem benutze ich meistens die Sport Variante, welche ein wenig härter ist als die Klassische.

 

Vielen Dank an CupWorld und MeLuna für die Tassen.


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